Ein Stück Geschichte, eine richtig schweizerische Firma, wird ins Ausland verkauft. In Zukunft also nicht mehr Winterthur-Versicherungen, sondern Assurances Wintherthur oder auch nur AXA.
Eigentlich nicht schade drum. Zumindest wird bei diesem Verkauf mal nicht für einen tüchtigen Geschäftsleitungs-Bonus westliches Know-how an die Chinesen verschenkt.
Schade ist nur, dass offenbar alle Firmen dem Globalisierungszwang unterliegen, sich unterliegen müssen. Irgendwie werden dabei heimatliche Identitäten verloren. Heimatlich nicht in einem billig populistischen Sinn gemeint.
Wie lange werden die Leute beispielsweise die Schweiz noch als Staat und Heimat verstehen? Alle täglichen Kontakte sind Firmen die von Hamburg bis Mailand, von New York bis Sydney, von da nach dort eben, reichen.
Wie lange noch können Staaten ihre Interessen gegen solche Weltkonzerne durchsetzen? Bald bleiben nur noch wenige Hinweise auf den Staat in dem wir leben. Die Militär- und Steuerpflicht, der Fahrausweis und ähnlich negatives oder unwichtiges. Für diese “neuen” Staaten werden sicherlich keine Lieder und Hymnen geschrieben werden.